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Hörgerätereise

Ein Hörgerät kann man relativ schnell und unkompliziert erhalten. Akustiker unterstützen und beraten Sie für die passende Hörgerätelösung. 

In Deutschland gibt es neben vielen Akustikern auch überregionale Anbieter, wie Amplifon, Geers, Fielmann, Iffland, Kind und Seifert. Über die einzelnen Vor- oder Nachteile wird hier nicht eingegangen.

Hörtest, Diagnose und Beratung

Beim ersten Anzeichen eines Hörverlustes sollten Sie einen Akustiker oder einen HNO (Hals-Nasen-Ohren) Arzt aufsuchen und einen Hörtest durchführen. Es wird ein Audiogramm erstellt, welches den Grad Ihres Hörverlusts für jedes Ohr einzeln aufzeigt. Es beginnt mit dem Hörvermögen einzelner Töne. Danach wird das Sprachverständnis ermittelt. Beispielsweise kann sich das Ergebnis bei älteren Personen für beide Tests stark unterscheiden.

 

Wenn Sie den Hörtest beim Akustiker machen und sich herausstellt, dass Sie einen Hörverlust aufweisen, folgt immer der Gang zum HNO-Arzt. Benötigen Sie ein Hörgerät, erhalten Sie von Ihrem HNO-Arzt eine Verordnung, die der Akustiker bei ihrer Krankenkasse geltend machen kann. Nur mit dieser Verordnung zahlen die Krankenkassen einen Anteil an den Hörgeräten.

 

Ihr Akustiker oder auch HNO-Arzt wird Sie beraten und erklären, was Sie von Hörgeräten erwarten können. Wichtig ist, dass Sie die unterschiedlichen Hörgerätearten mit ihren Vor- und Nachteilen kennen lernen bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden.

Wenn ein Hörverlust auf beiden Ohren vorhanden ist, wird Ihr Akustiker Ihnen wahrscheinlich zwei Hörgeräte empfehlen. Er Sie ebenso beraten, wenn Ihr Hörverlust fortgeschritten ist und beispielsweise mit dem alten Hörgerät nicht mehr ausgeglichen werden kann. Hier ist eventuell ein neues, leistungsstarkes Hörgerät empfehlenswert.

Ein guter Akustiker berücksichtigt dabei auch Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihr Budget. In der Beratung haben Sie auch die Möglichkeit über Ihre Hörprobleme, beispielsweise in bestimmten Situationen wie bei Konzertbesuchen oder in Gesprächen mit Freunden und Bekannten, zu berichten. Somit kann ihr Akustiker Sie individuell bedienen.

Die Checkliste Vorbereitung Akustikerbesuch in der Infothek hilft Ihnen, sich auf einen Besuch beim Akustiker vorzubereiten.

Anpassung und Abstimmung

Ihr Akustiker wird Ihnen Hörgeräte zum Probetragen vorschlagen und diese dann nacheinander auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Hörvermögen anpassen und auf Ihre Hörfähigkeit testen. Somit haben Ihr Gehör und Ihr Gehirn die Chance, sich schnell an die „neue“ natürliche Klangwelt zu gewöhnen. Zudem wird er Sie in die Bedienung des jeweiligen Hörgerätes einweisen. Jedes Hörgerät muss individuell auf Sie eingestellt und angepasst werden. Beispielsweise lernen Sie, wie man die Lautstärke regulieren kann.

 

Sie sollten das Hörgerät täglich und dauerhaft tragen, damit sich Ihr Gehör und Gehirn schnell daran gewöhnen kann. Das gilt besonders für die Probezeit, wenn Sie das Hörgerät ausprobieren und feststellen können, ob dieses für Sie in den verschiedensten Situationen geeignet ist. Manche Personen tragen das Hörgerät nur für ein paar Stunden am Tag. Hier ist es schwieriger, sehr gute Resultate zu erzielen. Sinnvoll ist es auch, die Hörgeräte in den unterschiedlichsten Situationen (Kinobesuch, Gespräche, Veranstaltungen etc.) zu testen.

 

In den Wochen der Probezeit und danach lernen Sie sich an Ihr neues Hörsystem und an das „neue“ Hören zu gewöhne. Möglicherweise werden Sie wieder Geräusche hören (z.B. Vogelzwitschern), die Sie jahrelang nicht gehört haben. Schreiben Sie Ihre Erfahrungen auf, damit Ihr Akustiker ihre Geräte noch besser einstellen kann.

 

Nach der Probezeit haben Sie in der Regel mehrere Geräte getestet und einen guten Eindruck über die Leistungsmöglichkeiten bekommen. Sie entscheiden sich für ein Gerät oder möglicherweise für ein weiteres, wenn Sie noch nicht zufrieden sind. Die meisten Akustiker gewähren eine Probezeit von mindestens 30 Tagen, so dass Sie die Hörgeräte so viel wie möglich unter unterschiedlichsten Bedingungen testen können.

 

Dann entscheiden Sie sich. Die Tipps und Kompetenzen aus der Vorbereitungsphase der Hörreise werden Sie dabei unterstützen.

Nachsorge

Mit dem Kauf eines Hörgerätes hört die Hörreise natürlich nicht auf. Oft verändern sich Ihre Hörbedürfnisse mit der Zeit. Regelmäßige Nachuntersuchungen und Hörmessungen geben Klarheit über Ihr Hörvermögen.

Der Vorteil moderner Hörgeräte liegt auch darin, dass diese problemlos neu eingestellt und je nach Änderung Ihres Hörvermögens angepasst werden können.

 

In der Regel vereinbart Ihr Akustiker nach einigen Wochen nach Kauf der Hörgeräte einen weiteren Termin, um ihre Hörfortschritte (Geräusche, Töne und Sprache) zu messen und zu testen. Je nach Bedarf führt er dann eine Feinabstimmung durch. Möglicherweise gibt er auch weitere Tipps zur Pflege und Anwendung, wie sie am besten von den Hörgeräten profitieren können.

 

Die Gewöhnung an ein Hörgerät nimmt Zeit und Geduld in Anspruch. Es kann durchaus eine Weile dauern, bis sich Ihr Gehör und Gehirn an die neuen Geräusch- und Sprachinformationen gewöhnt hat.

Wissenswertes Hörgeräte

Hörgeräte sind wertvoller Hörunterstützer. Jedoch dürfen auch die Grenzen erkannt werden. Hörgeräte stellen nicht das vielleicht ursprüngliche Hörvermögen her oder filtern alle Hintergrundgeräusche heraus. Wichtig ist, dass Sie zusammen mit Ihrem Akustiker die Hörgeräte optimal einstellen. Dieses Potential wird von vielen Personen nicht genutzt.

 

Es kann durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis Sie sich an die Hörgeräte gewöhnt haben. Bei manchen geht es schneller, bei manchen Personen dauert es etwas länger. Ein Hörtraining kann Sie bei der Eingewöhnung unterstützen. Sie lernen dabei, wie Sie die Hörgerätetechnik optimal einsetzen können. Die Nachbetreuung beim Akustiker geht auch nach dem Hörgerätekauf weiter.

 

Hörgeräte können das Leben von Betroffenen erheblich erleichtern. Manchen Schwerhörigen ermöglichen Hörgeräte erst überhaupt wieder im Beruf zu arbeiten oder gemeinsame Aktivitäten mit der Familie oder Freunden durchzuführen.

 

Wenn Ihr Hörverlust sehr weit fortgeschritten ist, dass Hörgeräte nicht mehr ausreichen, kann vielleicht ein Hörimplantat weiterhelfen.

Moderne Hörgeräte haben eine Vielzahl von Funktionen und Einstellmöglichkeiten, so dass es für Betroffene mehrere Möglichkeiten von verschiedenen Technologien gibt. Ihr Akustiker wird Sie bei der Auswahl der für Sie richtigen Technologie unterstützen. Ihre Höranforderungen, Ihre Hörbedürfnisse und -vorlieben, sowie auch Ihr finanzieller Rahmen spielen dabei eine Rolle.

Beispielsweise unterscheiden sich Hörgeräte in verschiedenen Preissegmenten durch Tragekomfort, Funktionalitäten, Sprachprogrammen und manchmal auch in der Klang- und Sprachqualität.

 

Folgende Funktionalitäten können Vorteile in anspruchsvollen Situationen bieten.

 

Fokussierung: Manche Hörgeräte bieten Programme zur Fokussierung auf Ihren Gesprächspartner. Es gibt Programme, die fokussieren sich automatisch auf die Stimme Ihres Gesprächspartners und blenden die Hintergrundgeräusche aus. Die Mikrofone des Hörgerätes richten sich nach der Stimmquelle aus. Das kann beispielsweise in einem Restaurant mit lauter Geräuschkulisse von Vorteil sein. Ein anderes Beispiel ist das Autofahren, wo sich das Mikrofon an den Beifahrer oder Mitfahrer auf der Rückbank ausrichtet. Wie gut das funktioniert, müssen Sie ausprobieren.

 

Telefonfunktionen: Es gibt Hörgeräte, die bestimmte Telefonierfunktionen aufweisen. So kann die Stimme beispielsweise direkt über das Hörgerät verstärkt werden oder auch auf ein zweites Hörgerät an Ihrem anderen Ohr übertragen werden. Zeitgleich werden Hintergrundgeräusche ausgeblendet.

 

Windgeräuschunterdrückung: Moderne Hörgeräte verfügen über eine Rauschunterdrückung bei Windgeräuschen und verbessern dadurch deutlich die Sprachverständlichkeit.

 

Drahtlosfunktionalitäten: Moderne Hörgeräte verfügen über drahtlose (wireless) Verbindungsmöglichkeiten zu verschiedenen Geräten (Smartphone, MP3-Player etc.), entweder direkt über ein Verbindungsgerät. Zudem gibt es beispielsweise leistungsstarke Mikrofone in einem Zusatzgerät, dass direkt am Körper oder der Kleidung eines Sprechers angebracht werden kann und Stimme aus mehreren Metern Entfernung an die Hörgeräte übertragen kann.

Definieren Sie Hörziele, damit Sie überprüfen können, um wie viel besser Sie mit einem Hörgerät hören können oder in welchen Situationen eine andere Einstellung möglicherweise weiterhelfen kann. Manche Kunden legen beispielsweise einen großen Wert, Ihre Arbeitskollegen zu verstehen, manche wollen besser Fernsehen verstehen oder manche legen den Wert auf Hören in ruhiger Umgebung. Manche Kunden treiben Sport und haben besondere Bedürfnisse (z.B. extrem fester Sitz des Hörgerätes).

 

Überlegen Sie schon vor einem Gespräch mit einem Akustiker, wann Sie der Hörverlust besonders stört und in welchen Situationen Sie unbedingt besser hören wollen. Die Checkliste xy in der Infothek gibt Ihnen hierzu eine Hilfestellung.

Die Praxis zeigt, dass Personen mit teuren Hörgeräten nicht zwangsläufig besser hören. Gerade bei einem leichten Hörverlust kann ein Standardhörgerät völlig ausreichen. Akustiker können auf eine mehr oder wenige subtile Art und Weise einen Preisdruck mit der Begründung ausüben, dass ein bestimmter Hörverlust ein bestimmtes Hörgerätepreissegment erfordert oder die Auswahl sehr gering ist oder Sie nicht damit zufrieden werden. Achten Sie auf Ihren Kostenrahmen und überprüfen Sie, ob eventuelle Zusatzfunktionen (z.B. Steuerung per Smartphone) wirklich einen Mehrwert für Sie haben.

 

Akustiker müssen Kassenpatienten mit einer ärztlichen Verordnung ein Hörgerät ohne Aufpreis anbieten, das dem aktuellen technischen Standard entspricht. Möglicherweise reicht ein Standardgerät völlig aus. Teure Hörgeräte verfügen über beispielsweise mehr Hörprogramme oder Richtmikrofone.

Tragen Sie mindestens drei Hörgeräte zu Probe im Alltag für mindestens jeweils eine Woche lang. Nutzen Sie verschiedene Hörsituationen (Restaurant, Stadt, Gespräche) aus, um persönliche Erfahrungen mit Ihrem Hörgerät zu sammeln. Das erleichtert die Auswahl des Hörgerätes. Empfehlenswert ist auch, dass Sie Ihre Höreindrücke aufschreiben, um nachher besser vergleichen zu können. Die Bedienbarkeit und Nutzerfreundlichkeit der Hörgeräte sollte gegeben sein. Wollen Sie die Lautstärke selbst regulieren? Wollen Sie zwischen verschiedenen Hörprogrammen wählen können oder ist Ihnen ein automatischer Einstellmodus lieber? Die Beantwortung der Fragen im Alltag wird Ihnen den Weg zu Ihrem Hörgerät weisen.

Der Hörgeräteanbieter haftet für ein Probegerät. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Haftung, beispielsweise durch Ihre Unterschrift auf einer Empfangsbestätigung, übernehmen.

 

Ein Kunde muss nur haften, wenn dieser in der Probezeit vorsätzlich oder fahrlässig mit dem Hörgerät umgeht, beispielsweise, wenn dieser die Hörgeräte offen in der Garderobe eines Fitnessstudios rumliegen lässt.

Mit einem Hörgerätekauf ist die Versorgung nicht abgeschlossen. Die Anpassung der Hörgeräte sollte in regelmäßigen Abständen fortgeführt werden. So können die möglicherweise wechselnden Bedürfnisse des Kunden berücksichtigt werden. Ebenso müssen die Hörgeräte von Zeit zu Zeit gewartet und eventuell auch repariert werden. Nach einer Anpassungsphase kann beispielsweise auch die Lautstärke oder andere Einstellungen angepasst werden. Ein Service- oder Scheckheft kann hier sehr sinnvoll sein, wo Änderungen eingetragen werden.

Hörgeräte brauchen Strom. Dafür sorgen Batterien oder Akkus. Das kostet Geld. Bitte überprüfen Sie, in wieweit Ihre Krankenkassen für die Kosten aufkommen.

 

Je mehr die Hörgeräte den Schall verstärken müssen, desto höher ist der Energieverbrauch. Je kleiner die Hörgeräte ausgelegt sind, desto kleiner sind auch die Batterien und müssen häufiger gewechselt werden.

 

Die Batterien können über Ihren Akustiker, einen Fachhandel oder über das Internet bezogen werden. Dort sind diese meistens günstiger zu bekommen. Fragen Sie auch nach Sonderkonditionen oder Abos, die Ihnen einen Vorteil verschaffen könnten.

 

Überlegen Sie auch, ob ein Akku sinnvoll ist. Hier gilt zu beachten:

 

  • Wie hoch ist die Lebensdauer des Akkus (Aufladezyklen)?
  • Wie lange hält der Akku?
  • Wie hoch sind die Anschaffungskosten?
  • Wie lange muss der Akku aufgeladen werden?

Durch den Anpassungsprozess beim Hörgerät sind, sowie durch die kontinuierliche Nachsorge, mehrere Besuche bei Ihrem Akustiker nötig. Es empfiehlt sich deshalb einen Akustiker in Ihrer Nähe auszusuchen.

 

Sie sollten sich bei ihrem Akustiker gut aufgehoben fühlen. Ist dies nicht der Fall oder haben Sie im Laufe der Versorgung Zweifel, dann steht es Ihnen frei, ihren Akustiker zu wechseln.

Jeder Akustiker ist auch auf Sie angewiesen. Ein Akustiker kann eine Vorauswahl aufgrund der Hörmessungen tätigen, aber auch die ihr subjektives Empfinden spielt eine entscheidende Rolle. Tragen Sie mehrere Hörgeräte mindestens eine Woche zur Probe bevor Sie sich für ein Hörgerät entscheiden.

 

Ihr Akustiker wird Sie beraten, ob Sie beispielsweise mit einem HdO (Hinter-dem-Ohr) oder mit einem IdO (In-dem-Ohr) Hörgerät besser aufgehoben sind.

 

Jede Lösung hängt von mehreren Faktoren, wie beispielsweise dem Hörvermögen, Formung des Gehörgangs etc. ab. Und zum Schluss darf auch der Preis stimmen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrer Hörreise.