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Hörwissen

Das Ohr ist eines der wichtigsten Sinnesorgane des Menschen. Es sorgt dafür, dass wir hören können, dass wir im Gleichgewicht bleiben und somit die Orientierung behalten.

 

Unsere Ohren nehmen dabei Töne (Klänge, Geräusche) auf, setzen diese in Nervenimpulse um, die dann an das Gehirn weitergeleitet werden. Das Gehirn gibt dann den Tönen einen Sinn. Dadurch verstehen wir Sprache und Geräusche unserer Umwelt.

 

Da unser Gehirn den Schall vom linken und vom rechten Ohr gemeinsam auswertet, können wir die Richtung der Geräusche bestimmen. Beispielsweise erkennen wir, aus welcher Richtung wir angesprochen werden. Wir können sicher eine Straße überqueren, weil wir hören, aus welcher Richtung ein Auto auf uns zu fährt.

Mit unseren beiden Ohren hören wir also räumlich und orientieren uns. Dadurch fällt es uns leicht, bei einer Unterhaltung zuzuhören und dabei Hintergrundgeräusche auszublenden.

 

Ein kleiner Defekt im Ohr kann unser Leben deshalb stark beeinträchtigen, wenn wir uns beispielsweise nicht mehr unterhalten können. Die Teilnahme am Straßenverkehr kann zur Gefahr werden, wenn wir keine akustischen Warnsignale (Hupe etc.) mehr wahrnehmen.

 

In Deutschland leiden etwa 16 Millionen Menschen unter einer behandlungsbedürftigen Schwerhörigkeit unterschiedlichen Ausmaßes. Das ist ca. jeder 5. Bundesbürger. Sowohl Kinder, als auch Erwachsene sind betroffen. Nur jeder Dritte trägt von Ihnen ein Hörgerät oder ein Hörimplantat, um den Hörverlust auszugleichen.

 

Der Rückzug aus der Welt der Hörenden ist häufig ein schleichender Prozess. Oftmals vergehen viele Jahre bis die Betroffenen aktiv werden und Hilfe in Anspruch nehmen. Oft geschieht das auch durch leichten Druck Ihrer Angehörigen, die indirekt betroffen sind. Für sie ist es nicht immer einfach, wenn sie vieles doppelt oder dreifach sagen müssen oder lauter sprechen müssen. Viele kennen die Situation, dass der Ton des Fernsehers sehr laut eingestellt ist und man sich in einem Großraumkino wähnt.